Scidea Ideenwettbewerb – Meine Erfahrungen

scidea
geschrieben von Anne Sommer (Foto: Marco Warmuth / explosure.de)
Der Scidea Ideenwettbewerb 2013 ist nun schon ein Jahr her. Gern denke ich an die Zeit zurück. Es war mein erster Erfolg mit Spielmode bei einem Wettbewerb. Im folgenden Text erfährst Du, wie ich dazu kam, welche Erfahrungen ich bei diesem Wettbewerb gemacht habe und was danach geschah.
Gründungsberatung für Studenten

Im Juli 2013 habe ich meinen Master an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle abgeschlossen. Schon vorher wusste ich, dass ich mehr aus meiner Masterarbeit machen wollte. Ich besuchte während meines Studiums ab und an Stellen, bei denen ich mich kostenlos zum Thema Unternehmensgründung beraten lassen konnte. Schon einige Monate vor meinem Abschluss fing ich an, mich regelmäßig mit dem Gründungsberater Martin Pietzonka zu treffen. Er hat mich zum Thema Unternehmensgründung und Businessplanung von Anfang an unterstützt. Das hat mir viel Arbeit abgenommen und mich weitergebracht. Auch heute steht er dem Unternehmen jederzeit mit seinem Rat zur Seite, er gibt uns Empfehlungen und stellt Kontakte her.

Scidea-Ideenpapier: Erster Schritt zum Businessplan

Unter anderem hat Martin mich dazu angehalten an dem Scidea Ideenwettbewerb 2013 teilzunehmen, was sich als tolle Chance herausstellte, ein erstes Ideenpapier fertig zu stellen. Dieses wurde dann von der Jury geprüft und ich bekam ein fachliches Feedback, was mir für die zukünftige Ausrichtung sehr weiterhalf. Daraus entwickelten wir nach und nach einen Businessplan, der als Grundlage aller Aktivitäten im Unternehmen gilt.

Scidea-Ideen-Pitch

Außerdem sollten die 10 Finalisten des Wettbewerbs ihre Idee in einem einminütigen Pitch vorstellen. Diesen Auftritt konnten die Teilnehmer in einem Workshop gemeinsam mit der Schauspielerin und Moderatorin Daniela Schober trainieren. Dieses Training war für uns eine tolle Chance, die anderen Teilnehmer und ihre Ideen kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten. Daniela schaffte es, das Ambiente des Workshops so zu gestalten, dass die Teilnehmer gemeinsam an den Pitches arbeiteten und keine Konkurrenz untereinander zu spüren war. Wir haben uns vorgestellt, ausgetauscht, präsentiert, kritisiert, gelobt, gegenseitig unterstützt und geholfen. Die Atmosphäre bei dem Workshop war wirklich einmalig und konnte interessanterweise mit auf die Bühne getragen werden. Ich hatte das Gefühl, dass wir den Auftritt so gut vorbereitet hatten, dass überhaupt keine Nervosität zu spüren war.

In der Minute, die ich für meinen Pitch hatte, stellte ich kurz die Grundidee der Kollektion vor und zeigte ein Foto aus der Kollektion, auf dem mein Modell Nora den Frechen Froschi vorführt. Leider konnte ich Nora nicht persönlich zu dieser Abendveranstaltung bitten, aber das Bild visualisiert super, was Spielmode kann. Das hat die Jury überzeugt, so dass ich mit Spielmode den zweiten Platz in der Kategorie Produkt erzielen konnte.

Froschi am See
Foto: Andrea Kuhn
Was nach Scidea bei Spielmode geschah

Scidea war für Spielmode so etwas wie ein Startschuß. Hier wurde mir klargemacht, dass Spielmode das Richtige ist und die Leute neugierig sind, was aus Spielmode werden kann. Seitdem arbeite ich jeden Tag daran, Spielmode weiterzuentwickeln. Mittlerweile sind wir zu zweit und haben eine GbR gegründet. Außerdem helfen uns viele Freunde und unsere Familien, jeder in seinem Kompetenzbereich. Es ist auch für sie spannend, wie sich Spielmode entwickelt.

Bei einem weiteren Wettbewerb, dem Hugo Junkers Preis, konnte ich mit Spielmode ebenfalls einen Preis für das Innovativste Produkt erreichen. Den Gewinn aus den Wettbewerben habe ich vor allem in die Vorbereitung des Messeauftritts auf der Halle Messe KIDS 2014 investiert. Bei dem Messeauftritt haben wir mit der Unterstützung eines Teams aus vier Studenten (Kristin, Robert, Nicole und Madeleine) ein Fotoshooting für Kinder mit Spielmode angeboten. In den folgenden Tagen und Wochen haben wir viele Anfragen für Interviews bekommen. Damit hat sich maßgeblich die Medienpräsenz von Spielmode erhöht und wir haben wiederum weitere Anfragen bekommen.

Und wieder wird uns klar, dass es immer mehrere Ursachen für etwas gibt und alles zusammenhängt. Als Gründer versuchen wir uns an vielen Projekten und Wettbewerben zu beteiligen, weil es immer neue Türen öffnet.

Empfehlungen für Gründer

Aus diesen Erfahrungen rate ich allen Gründern, sich rechtzeitig einen guten Berater zu suchen, auch wenn das vielleicht heißt, dass man mit vielen potentiellen Beratern sprechen muss, um den richtigen zu finden. Jeder kann Dich aus seiner Sicht unterstützen. Die verschiedenen Meinungen können einen insofern weiterbringen, als dass man dazu gezwungen ist, seinen eigenen Weg herauszufinden.

Versuche immer so nah wie möglich an Deiner Idee zu bleiben, mehr noch: arbeite daran, Deine Idee immer weiter zu konkretisieren und visualisieren. Die Leute müssen Deine Idee verstehen, um sie gut zu finden. Desto konkreter eine Idee ist, umso schneller kann man die Idee verstehen. Versuche so simpel und visuell wie möglich Deine Idee in die Welt zu tragen.

Über Euer Feedback freuen wir uns immer! Schreibt uns einfach eine Email an info@spielmode.de .
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